Krailling bei München, 1. Juli 2026 – Weg von Insellösungen – hin zur zukunftssicheren Komplettlösung bei Verschraubungen. Diesen Schritt geht die Barbarino + Kilp GmbH: Das Unternehmen aus Krailling bei München hat sein Leistungsportfolio für industrielle Verschraubungen gebündelt, erweitert und neu ausgerichtet.
Von diesem Schritt sind bestehende Strukturen allerdings nicht berührt, stellen Catrin Junkers und Patrick Junkers klar. „Wir sind seit 40 Jahren Vertriebs- und Servicepartner von HYTORC – daran wird sich nichts ändern. Bei unseren Verschraubungslösungen setzen wir weiterhin allein auf Drehmomentschrauber und Verbindungselemente von Hytorc, da wir von deren Qualität, Langlebigkeit und Verlässlichkeit überzeugt sind“, teilen die Geschwister mit, die seit mehr als 25 Jahren die Geschäftsführung innehaben. Patrick Junkers ergänzt: „Barbarino + Kilp ist Partner von HYTORC, aber Barbarino + Kilp ist mehr als das. Wir haben nicht nur eine Unternehmensgeschichte, die fast 300 Jahre zurückreicht, sondern haben uns auch unsere Expertise in der Verschraubungstechnik immer weiterentwickelt.“ Diese Weiterentwicklung bildet die Basis für das heutige Leistungsportfolio von B+K, zu dem neben dem HYTORC-Service und -Vertrieb die Akademie der Schraubverbindung (AdSV®), Wessely und smarttorc® zählen.
Industrie 4.0 weitergedacht
Verschraubung ist mehr als die Interaktion von Werkzeug und Schraubgarnitur. Genau da setzt die Barbarino + Kilp mit ihrem konsequent systemischen Ansatz an: Es geht nicht um einzelne Produkte, sondern um ein durchgängig vernetztes Ökosystem aus IIoT-fähigen Schraubmontagesystemen und intelligenter Messtechnik, das von einer zentralen digitalen Plattform aus gesteuert und organisiert wird. „Ziel ist es, die Rückverfolgbarkeit – oder Traceability – für jede Verschraubungen über ihren gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten“, sagt Patrick Junkers. Das Produktportfolio von Barbarino + Kilp schafft nicht nur Transparenz, sondern kreiert eine neue Sicherheitsstufe in der Schraubtechnik. Schraubprozesse werden nicht nur gestaltet und umgesetzt, sondern digital begleitet, überwacht, nachweisbar und vorausschauend gemacht.
Mit ihrem Ökosystem denkt die Barbarino + Kilp den Industrie-4.0-Gedanken konsequent weiter. Mehr noch, ist sich Patrick Junkers sicher: „Aufgrund der validen Daten, die weltweit jederzeit vorliegen oder abrufbereit sind, entsteht im Prinzip ein neuer Goldstandard für Prozesssicherheit.“ Die intelligente Verknüpfung von Hardware, Messtechnik, Software und Services erlaubt zudem nicht nur neue Herangehensweisen und die Entwicklung innovativer Konzepte, sondern ermöglicht auch Lösungen bei künftigen, heute noch gar nicht absehbaren Herausforderungen.
Prozesssicherheit und Entscheidungsgrundlage
Im Zentrum des Ökosystems stehen IIoT-fähige Schraubsysteme von smarttorc, die alle relevanten Prozessdaten in Echtzeit erfassen, analysieren und verfügbar machen. Ergänzt wird dies durch hochpräzise, IIoT-fähige Messtechnik für die Maschinenfähigkeitsuntersuchung der Prozesssteuerung (MFU), für die Dokumentation der Prozessfähigkeitsuntersuchung (PFU) sowie Kalibrierung. Diese ermöglicht nicht nur die Validierung von Werkzeugen und Prozessen, sondern stellt auch sicher, dass alle angeschlossenen Hytorc-Drehmomentschrauber, Geräte und Aggregate dauerhaft innerhalb definierter Spezifikationen arbeiten. Herzstück des Ökosystems ist die Plattform JUKO-Inspect. Sie bietet einen benutzergesteuerten Online-Zugriff auf alle relevanten Daten – vom einzelnen Messmittel über Kalibrier- und Prüfdaten bis hin zum vollständigen Schraubprozess.
Die Vorteile für Kunden liegen auf der Hand: Durch die vernetzten Systeme entstehen nicht nur eine maximale Prozesssicherheit und die Möglichkeit, alle eingesetzten Werkzeuge und den Prozess weltweit und in Echtzeit einzusehen, sondern sie schaffen eine jederzeit verfügbare Datengrundlage für nachfolgende Entscheidungen, Optimierungen, konkrete Servicekonzepte und weitere Anwendungen.
Heute mit der Zukunft verbinden
Wenn es um industrielle Verschraubung geht, führt kein Weg an einer integrierten, digital unterstützten und vernetzten Schraubtechnik vorbei. Genau hier setzt Barbarino + Kilp an. Mit dem eigenen Ökosystem wird das bestehende Angebot gezielt um Technologien erweitert, die bislang im Markt oder im klassischen Portfolio entweder gar nicht oder nicht in dieser Tiefe verfügbar waren. Ziel von Barbarino + Kilp ist es, Kunden, die umfassendere und modernere Lösungen benötigen, diesen Mehrwert zu bieten.
Maschinelles Lernen und KI
Ein elementarer Faktor im Ökosystem von Barbarino + Kilp ist der zukunftsorientierte Technologieansatz, der über klassische Werkzeugtechnik hinausgeht: Im Fokus stehen digitale Services, datenbasierte Anwendungen, maschinelles Lernen und KI-gestützte Assistenzsysteme. Den Vorteil macht Patrick Junkers an einem Beispiel deutlich: „Durch unser integriertes KI-Mentoring kann ein Anwender aktiv im Montageprozess unterstützt werden – von der intelligenten Parametrierung bis hin zur prozesssicheren Durchführung.“ Das erhöht nicht nur die Prozess- und Produktsicherheit signifikant, sondern ist eine Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel in der Industrie.
